Ferdinand-Bertram-Preis der Deutschen Diabetes-Gesellschaft für Prof. Faßhauer

Pressemitteilung vom 25.06.2012
Prof. Dr. Mathias Faßhauer (37) vom Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen Leipzig ist im Mai für seine Arbeit zur "Rolle des Fettgewebes bei Adipositas-assoziierter Insulinresistenz und Diabetes mellitus" mit dem Ferdinand-Bertram-Preis ausgezeichnet worden. Es handelt sich dabei um den ältesten und renommiertesten Wissenschaftspreis der Deutschen Diabetes-Gesellschaft, der zurzeit mit 20.000 Euro dotiert ist.

Professor Faßhauer wird mit dieser Auszeichnung "für seine herausragenden Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Adipokine geehrt", so die Deutsche Diabetes Gesellschaft. Adipokine (Fettgewebshormone) im Allgemeinen sowie die Regulation und Funktion des zirkulierenden Fettsäure-bindenden Proteins der Fettzellen (Adipocyte Fatty Acid Binding Protein, AFABP) im Besonderen sind Faßhauers Forschungsschwerpunkte.


Aktuell untersucht der stellvertretende Leiter der Klinik für Endokrinologie und Nephrologie des Universitätsklinikums Leipzig und Leiter der IFB AdipositasAmbulanz die Bedeutung von Adipokinen bei Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes) und Präeklampsie (Bluthochdruck in Schwangerschaft).

Neben seiner klinischen Forschung hat Faßhauer gemeinsam mit Professor Michael Stumvoll 2009 das deutschlandweit einzige Leptinbehandlungszentrum am Universitätsklinikum Leipzig gegründet. Dort werden Patienten mit Lipodystrophie (seltene Fettverteilungsstörung) versorgt und die Behandlung mit Studien zum Adipokin Leptin und dessen Wirkung begleitet.

Jedes Jahr zeichnet die Deutsche Diabetes Gesellschaft einen deutschsprachigen Wissenschaftler unter 40 mit dem Ferdinand-Bertram-Preis aus. Benannt ist der Preis nach dem gleichnamigen deutschen Arzt und Diabetologen Ferdinand Bertram (1894-1960).


Das IFB AdipositasErkrankungen ist eines von acht Integrierten Forschungs- und Behandlungszentren, die in Deutschland vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden. Es ist eine gemeinsame Einrichtung der Universität Leipzig und des Universitätsklinikums Leipzig (AöR). Ziel der Bundesförderung ist es, Forschung und Behandlung interdisziplinär so unter einem Dach zu vernetzen, dass Ergebnisse der Forschung schneller als bisher in die Behandlung adipöser Patienten integriert werden können. Am IFB AdipositasErkrankungen gibt es derzeit über 40 Forschungsprojekte. Zur Patientenbehandlung stehen eine IFB AdipositasAmbulanz für Erwachsene und eine für Kinder und Jugendliche zur Verfügung. Das IFB wird das Feld der Adipositasforschung und -behandlung in den nächsten Jahren kontinuierlich ausbauen. Jährlich bietet das Zentrum eine IFB Dialog-Veranstaltung, in der aktuelle Themen im Bereich Adipositas von Experten diskutiert werden

Doris Gabel