Zwischenbilanz bei LIFE

Pressemitteilung vom 09.02.2012
Anlässlich einer Begutachtung durch das Sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur am 14. Februar 2012 bietet das Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen (LIFE) interessierten Medienvertretern die Möglichkeit, sich vor Ort über den Entwicklungsfortschritt zu informieren und mit den Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen.
Zeit 14. Februar 2012, 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr
Ort Studienzentrum Liebigstraße 27 (u.a.)

Seit Herbst 2009 wurden bei LIFE knapp 5 Millionen Euro in Analysentechnik wie 3D Bodyscanner, hochsensitive Massenspektrometer, Durchflusszytometer für Zellanalysen sowie Geräte für die Genomanalytik investiert. Die ebenfalls neu geschaffene Biobank garantiert optimale Lagerbedingungen für das Probenmaterial. Bislang konnten rund 1.200 Erwachsene und 800 Kinder in die Studie eingeschlossen werden.

Finanziert wird LIFE mit insgesamt 40 Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union und des Freistaates Sachsen. Es ist der größte von insgesamt fünf Forschungskomplexen der sächsischen Landesexzellenzinitiative und der einzige in Leipzig. Die nun anstehende wissenschaftliche Begutachtung im Beisein von Bundes- und Landtagsabgeordneten soll dazu dienen, nach zweieinhalb Jahren Laufzeit eine Zwischenbilanz zu ziehen und die kommenden Schritte bis 2014 festzulegen.

Hintergrundinformation:

Das Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen (LIFE) ist ein Großforschungsprojekt sowie Wissenschaftsnetzwerk der Universität Leipzig und ist den Ursachen wichtiger Volkskrankheiten auf der Spur. Im Zentrum des Interesses stehen Gefäßerkrankungen und Herzinfarkt, Diabetes mellitus und Adipositas, Depression, Demenz, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Kopf- und Halstumore sowie Allergien und Stoffwechselstörungen. Bis 2013 sollen rund 26.000 Leipziger Kinder und Erwachsene klinisch und bioanalytisch untersucht sowie zu ihren Lebensbedingungen befragt werden. LIFE will in großem Umfang das Zusammenspiel von genetischen Anlagen, Stoffwechsel, Umweltbedingungen und individuellem Lebensstil an einem Standort ergründen. Die beteiligten Wissenschaftler entwickeln Ansätze für neue Diagnosemethoden und künftige Therapien sowie für neue zielsichere Medikamente und effektivere medizinische Geräte.