Sprache – Kommunikation - Zahlen

Pressemitteilung vom 17.02.2012
Leipzig. Am Sonnabend, den 3. März, findet im großen Hörsaal des Operativen Zentrums in der Liebigstraße das 16. Therapeutentreffen „Sprache“ statt. Schwerpunkte des Treffens, das von der Tagesklinik für Kognitive Neurologie des Universitätsklinikums Leipzig veranstaltet wird, sind die Diagnostik und Therapie bei erworbenen Störungen.
Zeit 03. März 2012, 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Ort Hörsaal Operatives Zentrum, Liebigstraße 20

Die Tagung wird praxisorientierte Grundlagen und neue Trends vermitteln und soll in einer diskussionsfreudigen, kritischen und engagierten Atmosphäre für und mit den Zuhörern verlaufen.

Vier Experten werden ihre Sicht in Vorträgen darlegen. Holger Grötzbach, leitender Sprachtherapeut Asklepios Klinik in Schaufling wird zur „Kontextsensitiven Aphasietherapie", referieren. Dr. Frank Domahs vom Institut für Germanistische Sprachwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg spricht über erworbene „Akalkulie" und zur „Kognitiven Dysphasie" wird Dr. Maria-Dorothea Heidler, Dipl.- Sprechwissenschaftlerin und Fachtherapeutin für Kognitives Training an der Brandenburgklinik Bernau-Waldsiedlung ihren Vortrag gestalten. Alle drei Referenten bieten zu ihren Fachvorträgen am Nachmittag jeweils einen vertiefenden Workshop an.

Ein weiterer Vortrag am Vormittag wird von Benjamin Stahl, Doktorand Abteilung Neurophysik des Leipziger Max-Planck-Instituts (MPI) zum Thema „Singen als Sprachtherapie? Fünf Gründe hinter einem mutmaßlichen Mythos" gehalten. Stahl berichtet hier über neueste Erkenntnisse, dass nicht das Singen an sich zur Sprachentwicklung bspw. nach einem Schlaganfall zur Stimulierung der unversehrten rechten Hirnrinde beitrüge, bis diese schließlich Sprachaufgaben der zerstörten linken Hirnrinde übernehme. Entscheidend sei der Rhythmus für die Wiedererlangung der Fähigkeit, sich zu artikulieren. Diese Feststellungen basieren auf einem Experiment am MPI und rütteln seiner Meinung nach am Selbstverständnis einschlägiger Singtherapien. (http://www.scilogs.de/blogs/blog/neurokognition/2012-02-02/singen-als-sprachtherapie-f-nf-gr-nde-hinter-einem-mutma-lichen-mythos)

Interessierte an dieser Fachtagung können sich schriftlich per Mail oder Telefax bzw. per Telefon bei der Arbeitsgruppe Sprache in der Tagesklinik für Kognitive Neurologie anmelden. Für die Teilnahme, die 50 Euro kostet, werden Fortbildungspunkte vergeben.

Anmeldung und Informationen:

Universitätsklinikum Leipzig

Tagesklinik für kognitive Neurologie

Arbeitsgruppe Sprache

Liebigstraße 16

04103 Leipzig

Telefon: 0341 9724980

Telefax: 0341 9724989

E-Mail: kristin.folkowski@medizin.uni-leipzig.de

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