Sicherheit in der Notaufnahme

Pressemitteilung vom 01.02.2012
Am Freitag, den 3. Februar, steht der große Hörsaal des Operativen Zentrums in der Liebigstraße wieder ganz im Zeichen der Notfallmedizin. Über 350 Ärzte und Pflegekräfte aus ganz Deutschland treffen sich im Universitätsklinikum Leipzig, um wichtige medizinische und berufspolitische Aspekte der Zentralen Notaufnahme (ZNA) zu diskutieren. Schwerpunktthema des 7. Leipziger ZNA-Symposiums ist die „Patienten- und Mitarbeitersicherheit in der Zentralen Notaufnahme“.
Zeit 03. Februar 2012
Ort Hörsaal Operatives Zentrum, Liebigstraße 20
Bild vergrößern Freut sich über anregende Diskussionen und Meinungsaustausch rund um die Notfallmedizin: Prof. Dr. Christoph Josten, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Leipzig  

„Die zentrale Notaufnahme eines Krankenhauses behandelt jede Art von Notfällen und das rund um die Uhr. Dabei arbeitet man mit vielen Unbekannten. Man weiß nie, wann wie viele Patienten mit welcher Art von Verletzung versorgt werden müssen. Das stellt große Herausforderungen an die Sicherheit von Patienten sowie Mitarbeitern in der ZNA", so Prof. Christoph Josten, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Plastische Chirurgie am UKL und wissenschaftlicher Leiter des Symposiums. Vor allem zum Thema Mitarbeitersicherheit hofft Josten auf rege Diskussionen und Meinungsaustausch - denn besonders das pflegerische Personal in einer Notaufnahme ist nicht selten riskanten Situationen ausgesetzt. Neben gefährlichen Infektionskrankheiten stellen gewaltbereite Patienten ein latentes Sicherheitsrisiko für die Pflegekräfte in der Notaufnahme dar. „Patienten, die zu uns kommen, befinden sich in einer Notlage, in einer nicht alltäglichen Situation. Da sinkt bei vielen die Hemmschwelle, vor allem bei psychiatrischen Fällen oder wenn Drogen oder Alkohol ins Spiel kommen. Anzüglichkeiten oder Gewalttätigkeiten von Patienten, das sind Aspekte unserer Arbeit, die allgemein kaum thematisiert werden", bekräftigt Oksana Kasch, wissenschaftliche Koordinatorin des Symposiums und Leitende Schwester der ZNA des Leipziger Universitätsklinikums. Doch wie geht man damit um? Wie kann man die Sicherheit für die Mitarbeiter in der Notaufnahme erhöhen? Welche gesetzlichen Bestimmungen gilt es zu beachten? Wie wichtig und sinnvoll sind spezielle Fortbildungen und Schulungen für das pflegerische Personal in der ZNA? Dies sind zentrale Fragen des Symposiums. Zwei weitere große Themenkomplexe widmen sich der Neurologie (Versorgung von Schlaganfallpatienten) sowie Patienten in speziellen Notsituationen: Ärzte und Pfleger berichten über ihre Erfahrungen aus Haiti, dem Sudan, über Notfallmaßnahmen im Kriegsgebiet oder Extremsituationen im Schockraum.

Wechsel in der Leipziger ZNA

Das 7. Leipziger ZNA-Symposium ist gleichzeitig das letzte unter der Ägide von Prof. Christoph Josten. Am 1. August 2011 hat er den Staffelstab für die Zentrale Notaufnahme am Universitätsklinikum Leipzig an Prof. André Gries übergeben, der die ZNA seitdem als selbständige Abteilung leitet. Josten hat die ZNA vor fast genau 12 Jahren gegründet und aufgebaut. „Die ZNA ist so etwas wie mein Kind. Ich habe es groß gezogen, nun muss es eigene Wege gehen." Der Abschied macht Josten vor allem stolz, denn „mittlerweile gehört die Leipziger ZNA zu den fachlich besten, bekanntesten und medizinpolitisch bedeutsamsten Notaufnahmen Deutschlands. Der Fachwelt ist wichtig, was in Leipzig passiert, das ist großartig", freut sich Josten. Dazu beigetragen hat auch das von Josten ins Leben gerufene ZNA-Symposium, das sich als deutschlandweit einzige Veranstaltung dieser Art gleichermaßen an Ärzte und Pflegepersonal richtet und jedes Jahr ausgebucht ist. Josten widmet sich neben seiner Tätigkeit als Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Plastische Chirurgie am UKL auch anderen Aufgaben: Als diesjähriger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) ist er verantwortlich für die Planung und Gestaltung des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie, der dieses Jahr in Berlin stattfindet.


Weitere Informationen: www.zna-symposium.de/

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Kathrin Winkler.