UKL-Prostatakarzinomzentrum zertifiziert

Pressemitteilung vom 23.01.2012
Gütesiegel bestätigt Leipziger Experten höchste Qualitätsstandards bei Krebsbehandlung
Bild vergrößern Freuen sich über das Siegel "Zertifiziertes Prostatakarzinomzentrum" für das UKL: Prof. Jens-Uwe Stolzenburg, Direktor der Klinik für Urologie, und Prof. Rolf-Dieter Kortmann, Direktor der Klinik für Strahlentherapie. Foto: St. Straube/ UKL  

Leipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig hat das Gütesiegel „Zertifiziertes Prostatakarzinom-zentrum" der Deutschen Krebsgesellschaft erhalten. Damit bestätigen die unabhängigen Prüfer dem interdisziplinären Leipziger Krebsexpertenteam die Erfüllung höchster Qualitätsstandards bei der Behandlung der häufigsten Tumorerkrankung bei Männern.

Das Leipziger Uni-Zentrum ist damit das erste in der Region, das die hohen Anforderungen an die Zertifikatserteilung erfüllt. „Das setzt zum einen große Erfahrung bei der Behandlung von Prostatakrebspatienten voraus, zum anderen natürlich eine enge und hervorragend abgestimmte Zusammenarbeit aller Experten", sagt Prof. Dr. Jens-Uwe Stolzenburg, Direktor der Klinik für Urologie am UKL und Leiter des Zentrums. Mehr als 12 Partner vereint das im Zentrum zusammengefasste Netzwerk, darunter alle an der Diagnostik und Therapie beteiligten Fachdisziplinen einschließlich Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Radiologie, Schmerzambulanz und Physiotherapie. „Unsere Patienten erhalten so eine optimal auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Behandlung, die auf dem gesammelten Expertenwissen aller Beteiligten basiert", so Stolzenburg.

Anlaufstelle für Patienten ist der mit dem Universitätsklinikum kooperierende niedergelassene Urologe sowie eine Spezialsprechstunde am Universitätsklinikum selbst, anschließend beraten die Mediziner in wöchentlichen Tumorkonferenzen die individuelle Therapie. Am UKL stehen dafür modernste Verfahren zur Verfügung, unter anderem das Cholin-PET-CT als Diagnosemethode und seit kurzem auch das Operations-Robotersystem DaVinci.

Mit dessen Hilfe lassen sich Eingriffe zur Tumorentfernung noch schonender und präziser durchführen, so dass wichtige Funktionen in dem sensiblen Bereich der Prostata erhalten werden können. "Das Gerät ergänzt und erweitert unser langjährig entwickeltes Operations-Knowhow", so Stolzenburg, der bereits mehr als 200 Eingriffe mit dem Robotersystem durchgeführt hat. Insgesamt werden am Universitätsklinikum Leipzig jährlich etwa 450 Prostatakrebsoperationen und mehr als 150 Bestrahlungen durchgeführt.

Den Erfolg einer Krebsbehandlung garantiert aber vor allem das enge Zusammenspiel vieler Akteure: Zum Leipziger Zentrum gehören daher auch Selbsthilfegruppen und Rehaeinrichtungen, ebenso werden hier soziale Unterstützungsangebote oder eine psycho-onkologische Betreuung vermittelt.

Prostatakrebs ist mit jährlich 60.000 Neuerkrankungen die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Männern. Wird der Krebs in einem frühen Stadium erkannt und behandelt, sind die Heilungschancen sehr gut. Neben der Früherkennung sind für den Therapieerfolg vor allem die Erfahrung der Mediziner und eine nahtlose Betreuung in und außerhalb der Klinik bestimmend. Stolzenburg: „Mit der Zertifizierung erhalten unsere Patienten jetzt die Bestätigung, dass sie am UKL eine optimale Betreuung vorfinden."

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Helena Reinhardt.