Der hochbetagte Patient und seine therapeutische Versorgung

Pressemitteilung vom 13.01.2012
Öffentliche Veranstaltung bietet Informationen für Patienten, Angehörige und Pflegekräfte
Zeit 21. Januar 2012, 08:30 Uhr bis 14:30 Uhr
Ort Großer Hörsaal des Carl-Ludwig-Institutes
Liebigstraße 27, Leipzig

„Wir alle werden älter - also nicht nur die Patienten, sondern auch Mediziner und Therapeuten. Trotz dieses demographischen Wandels soll eine umfassende und hochwertige Versorgung erfolgen - dafür sind aber neue Konzepte nötig", so Dr. Claudia Winkelmann. Wie die Leiterin der Stabsstelle Physikalische Therapie und Rehabilitation am Universitätsklinikum Leipzig erläutert, brauchen auch Behandelnde zunehmend Hilfsmittel für die therapeutische Versorgung des alten Patienten. Diesem Thema widmet sich eine öffentliche Veranstaltung am 21. Januar im Großen Hörsaal des Carl-Ludwig-Institutes in der Liebigstraße 27.

In Vorträgen werden namhafte Experten beispielsweise zu Rheuma und psychischen Störungen im Alter, zu Möglichkeiten und Grenzen der Ergo- und Physiotherapie sowie zur Logopädie bei Demenz informieren. Vorgestellt wird auch das GeriNet Leipzig, das Geriatrische Versorgungsnetzwerk, das Patienten und Angehörigen neue Perspektiven für Betreuung und Behandlung bietet sowie alle Berufsgruppen, die mit dem geriatrischen Patienten zu tun haben, anspricht. „Wie dieses Netzwerk ist auch unser Symposium interdisziplinär, also Berufsgruppen übergreifend, ausgerichtet", erläutert Dr. Claudia Winkelmann. „Denn anders lassen sich neue Konzepte, die sich der zunehmenden Zahl älterer Patienten widmen, nicht umsetzen."

In zwei Workshops werden zum einen Möglichkeiten demonstriert, um Ressourcen bei alten, kranken Menschen zu erkennen, und zum anderen die breite Palette von Hilfsmitteln zur Versorgung der Patienten vorgestellt. Im Alterssimulator, einer Art schwerer Anzug, kann der Träger leibhaftig spüren, welche Einschränkungen hochbetagte Patienten haben. „Wir wollen aber nicht nur die Einsicht wecken, wie schwer es manchem Patienten fällt, aufzustehen und allein drei Meter zur Tür zu gehen, sondern auch die körperlichen und geistigen Möglichkeiten finden, mit denen sich der Patient schließlich besser helfen kann, als zunächst vermutet", so Dr. Winkelmann. „Zugleich werden in diesem Workshop zur Vorbeugung von Stürzen verschiedene Risiken aufgezeigt, beispielsweise Teppich-Stolperfallen, unterschiedliche Treppenhöhen oder einfach die verschmutzte Brille." Der Workshop zu den Hilfsmitteln soll Patienten, Angehörigen und Behandelnden eine Übersicht vermitteln, welche Möglichkeiten an Ess- und Trinkhilfen, Transfer- und Lagerungshilfen es überhaupt gibt. „Gerade Pflegekräfte und Therapeuten müssen wissen, was der Markt bietet, was neu entwickelt wurde", so Dr. Winkelmann. „Und nicht zuletzt ist wichtig: Was zahlen die Kassen? Auch damit werden wir uns im Praxisteil beschäftigen."

Uwe Niemann

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Kathrin Winkler.