„Man braucht sich nicht zu verstecken“

Pressemitteilung vom 20.10.2011
Öffentliche Veranstaltung zum Thema „Schuppenflechte“ am 26. Oktober 2011
Zeit 26. Oktober 2011, 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr
Ort Klinik und Poliklinik für Dermatologie,
Venerologie und Allergologie
Philipp-Rosenthal-Str. 23
Seminarraum 408, 4.OG

Anlässlich des diesjährigen Weltpsoriasistages findet am kommenden Mittwoch im Universitätsklinikum Leipzig (UKL) eine Informationsveranstaltung zum Thema „Schuppenflechte“ statt. Von 16.30 bis 18.30 Uhr laden die Ärzte der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des UKL, das Regionale Psoriasisnetz Leipzig (PsoNet), der Berufsverband der Deutschen Dermatologen sowie die Regionalgruppe Leipzig des Deutschen Psoriasis Bundes alle Interessierten herzlich ein, sich über aktuelle Therapiemöglichkeiten – auch zur Nagelpsoriasis – sowie die allgemeine Versorgungssituation in Deutschland zu informieren. Neben einer Führung durch die Photoabteilung der Hautklinik haben Betroffene und Interessierte auch die Möglichkeit, sich mit Experten auszutauschen.

Sie gehört zu Deutschlands häufigsten Hauterkrankungen: die Schuppenflechte oder auch psoriasis vulgaris. Betroffene leiden an kleinen bis großflächigen roten Entzündungen auf der Haut, die meist mit einer dicken Schicht silberweißer Schuppen belegt sind und gelegentlich jucken. Zum Krankheitsbild erschwerend hinzu kommt für Psoriasisbetroffene häufig die Ausgrenzung ihrer Mitmenschen. Das Thema der Veranstaltung sei deshalb bewusst gewählt, so Professor Jan-Christoph Simon, Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Uniklinikum Leipzig. Betroffene sollen darin bestärkt werden, sich nicht länger verstecken zu müssen. „Die Stigmatisierung von Psoriasispatienten resultiert aus der allgemeinen Unwissenheit über das Krankheitsbild. Aufklärung ist das Stichwort. Psoriasis ist nicht selbst verursacht, nicht ansteckend und auch nicht bösartig, sondern eine zum Teil vererbte, zum Teil von äußeren Einflüssen verursachte Autoimmunerkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet", erklärt der Hautexperte. Dabei gibt es heutzutage, abhängig vom Schweregrad, gute Behandlungsmöglichkeiten bei Schuppenflechte. Bei geringem Befall helfen etwa Salben, Bäder und Lichttherapie. Gänzlich heilbar ist Psoriasis aber leider noch nicht. Aus diesem Grund arbeiten Simon und Kollegen intensiv an der weiteren Erforschung der Krankheit und der Entwicklung neuer Medikamente. Ziel ist es, die Versorgung und Lebensqualität von Psoriasispatienten weiter verbessern.

Programm:

16:30 Uhr - Führung durch die Photoabteilung

Dr. M. Averbeck

17:30 Uhr - Leben mit Schuppenflechte - Aktuelles zur Versorgungssituation in Deutschland

Prof. Dr. J.C. Simon

anschließend Diskussion und Imbiss

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Kathrin Winkler.