Neues Notfalleinsatzfahrzeug am Universitätsklinikum

Pressemitteilung vom 08.07.2011
Durch die Stadt Leipzig wurde am 1. Juli 2011 ein neues Notarzteinsatzfahrzeug für den Stützpunkt Leipzig-Mitte am Universitätsklinikum an das Deutsche Rote Kreuz übergeben. Aus den Händen von Werner Laabs, Abteilungsleiter Zentrale Verwaltung und Rettungsdienst der Branddirektion Leipzig übernahm Matthias Stier, stellvertretender Leiter des Rettungsdienstes beim DRK die Fahrzeugschlüssel, um sie an den Leiter des Notärzteteams des Universitätsklinikums (UKL) Oberarzt Dr. Bernd Donaubauer weiterzureichen.
Bild vergrößern Das neue NEF rückt aus zum ersten Einsatz. Foto: Stefan Straube/ukl   Bild vergrößern Dr. Donaubauer gibt die Einsatzdaten ein. Foto: Stefan Straube/ukl  

Das UKL ist einer von 6 Notartstützpunkten der Stadt Leipzig und ist wie vier weitere in 24stündiger Dienstbereitschaft. Der 6. Stützpunkt ist 12 Stunden einsatzbereit. Das neue Notarzteinsatzfahrzeug – ein Mercedes Benz – Vito 116 CDI 4x4 mit 169 PS – löst jetzt das bisherige 5 Jahre alte Fahrzeug ab. Die Gesamthöhe der Investition beträgt ca. 118.000 Euro.

Neu an diesem Einsatzfahrzeug ist auch, dass es über ein mobiles Datenerfassungssystem verfügt. Hiermit können Einsatz-taktische sowie medizinische Daten papierlos erfasst werden, die über die Einzelheiten von Rettungseinsätzen Auskunft geben. Die gesammelten Daten über Eingang des Notrufs, Ausrücke- und Einsatzzeiten sowie weitere taktische und medizinische Parameter, die unter strenger Beachtung des Datenschutzes auf einem zentralen Server des Freistaates abgelegt werden, sollen helfen, die Notarzteinsätze in Zukunft weiter zu optimieren und bilden die Grundlage für die notwenige Versorgungsforschung in der Notfallmedizin. Der dabei mitgeführte Tablet-PC sorgt zudem für Mobilität und eine flexible Datenerfassung.

Das Fahrzeug ist zusätzlich mit einem neuen EKG und einem neuen transportablen Beatmungsgerät ausgestattet. Das Universitätsklinikum kann damit das derzeit modernste NEF in Leipzig zum Einsatz bei Notfallpatienten bringen. Dadurch haben sich nach Aussagen von Dr. Bernd Donaubauer, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Universitätsklinikum, die notfallmedizinischen Einsatzmöglichkeiten mit diesem neuen Fahrzeug wesentlich erhöht.

Auch sind mit dem neuen NEF die Bedingungen für eine attraktive studentische Lehre an der Medizinischen Fakultät noch besser geworden. Schon mit dem jetzt außer Dienst gestellten NEF bestand die Option für Studierende, als Mitfahrer an Noteinsätzen des NEF teilzunehmen, nunmehr ist deutlich mehr Platz. Vorwiegend werden wir die Mitfahrmöglichkeit für unsere Studierenden im Praktischen Jahr nutzen“, erläutert Prof. U. Kaisers, Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie. „Es bietet den angehenden Ärzten eine sehr gute Möglichkeit, erfahrene Notärzte bei der Arbeit zu beobachten und so Eindrücke in der praktischen Notfallmedizin zu erlangen. Die Plätze sind jetzt schon sehr begehrt unter den Studenten.“ Aber auch für die Qualifizierung von Rettungsassistenten des DRK sowie der Weiterbildung von ärztlichen Mitarbeitern seiner Klinik in der Notfallmedizin ist der neue Wagen sehr gut geeignet. „Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit der notärztlichen Versorgung in Leipzig“ so Kaisers.

Bereits seit dem 1. Januar 2010 betreibt das Universitätsklinikum das hier stationierte Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) in Dienstbeauftragung. Ein Team von 20 Ärzten der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie sowie der Unfallchirurgie des UKL besetzt unter der Leitung von Oberarzt Dr. Bernd Donaubauer das NEF in zwei Schichten von 7 bis 19 und von 19 bis 7 Uhr an 365 Tagen im Jahr. In Leipzig sind bis zu diesem Zeitpunkt alle NEF’s von freiberuflichen Notärzten besetzt worden. Die Sicherstellung des notärztlichen Versorgung am Standort der Universitätsklinik in Dienstbeauftragung ist damit ein Novum für Leipzig und Sachsen. Der Notärzte des UKL sind in einem eigens eingerichteten Dienstzimmer direkt neben der zentralen Notaufnahme (ZNA) in Bereitschaft. „Damit gewährleisten wir eine Ausrückzeit von 60 Sekunden nach Eingang des Notrufs“, betont Dr. Donaubauer, der am Neujahrstag 2010 auch zu seiner erste Fahrt im neuen Dienstsystem ausrückte.

Mit jährlich bis zu 5.500 Einsätzen gehört der Notarztstützpunkt des UKL zu den besonders stark frequentierten in Deutschland. Das Einsatzgebiet für den Notarztstützpunkt erstreckt sich neben dem Stadtzentrum als Hauptausrückebereich, über das gesamte Leipziger Stadtgebiet. Hinzu kommen Einsätze, die bis ins Umland reichen. Die teilweise unterbesetzten Notarztstützpunkte der Umgebung können nicht auf alle Notrufe reagieren. Durch die zentrale Lage des Stützpunktes am Universitätsklinikum wird das Team des UKL, dessen Fahrer, ein Rettungsassistent, der DRK Kreisverbandes Leipzig Stadt e.V. stellt, immer wieder gerufen.

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