Grünes Licht für die Prostata

Pressemitteilung vom 12.05.2011
An der Klinik und Poliklinik für Urologie am Universitätsklinikum Leipzig AöR wird seit kurzem die GreenLight XPSTM Lasertherapie für die gutartige Prostatavergrößerung angeboten.
Bild vergrößern Green Ligths XPS Lasertherapie im operativen Einsatz   Bild vergrößern Prof. Dr. Uwe Stolzenburg operiert mit der neuen Lasertechnologie  

Die 180 Watt GreenLight XPSTM Lasertherapie ist ein Lasersystem der neuesten Generation und ermöglicht die schonende und nahezu unblutige Behandlung von gutartigen Prostatavergrößerungen. Beim GreenLight XPS TM Laser wird grünes Licht mit einer Wellenlänge von 532 Nanometern mittels eines flexiblen Lichtleiters durch die Harnröhre an die Innenseite der Prostata geführt (s. Fotos auf der Internetseite). In der Folge verdampft das störende Prostatagewebe und die Harnröhre wird wieder frei.

„Dank des höheren Energielevels entsteht weniger Dampf und der Operateur hat eine bessere Sicht. Da die Bildübertragung über HD-Technologie erfolgt, kann millimetergenau gearbeitet werden und weitere Verletzungen, die eine Inkontinenz oder gar dauernde Impotenz zur Folge haben, nahezu ausgeschlossen werden“, so Prof. Uwe Stoltzenburg, Direktor die der Klinik und Poliklinik für Urologie am Universitätsklinikum Leipzig. Alles in allem dauert der Eingriff zwischen 30 und 60 Minuten.

Weitere Vorteile dieser in der Region erstmalig eingesetzten Lasertherapie sind die geringen Blutungen und die schnelle Mobilisierung des Patienten. Das Verfahren eignet sich besonders für ältere Patienten, die das Risiko eines operativen Einsatzes mit höherer Komplikationsrate meiden möchten. Ganz besonders hervorzuheben ist, dass sich dieses Verfahren auch bei Patienten, die Medikamente zur „Blutverdünnung“ einnehmen, einsetzen lässt, ohne dass diese Medikamente abgesetzt werden müssen.

Eine gutartig vergrößerte Prostata (BPH: Benigne Prostatahyperplasie) ist die häufigste Männerkrankheit. Man findet diese bei 50 Prozent der 50jährigen, 60 Prozent der 60jährigen, 70 Prozent der 70jährigen. Aber nicht jeder von ihnen leidet auch an Beschwerden. Engt jedoch eine gutartig vergrößerte Prostata die Harnröhre ein, können sich daraus schwere Probleme im ganzen Körper entwickeln. Man hat auf der Toilette Startschwierigkeiten, der Harnstrahl ist schwächer, die Harnmenge geringer. Die Blase kann nicht komplett entleert werden. Im fortgeschrittenen Stadium bleibt Harn in der Blase zurück. Keime besiedeln ihn. Es entstehen Blasensteine, Entzündungen, Schmerzen. Der Urin kann sich bis hoch in die Nieren zurückstauen und zu Nierenfunktionsstörungen führen. Alle genannten Symptome können einzeln aber auch zusammen auftreten.

Operiert werden muß, wenn Medikamente nicht ausreichend wirken und die Beschwerden den Patienten sehr beeinträchtigen. Aus rein medizinischer Sicht ist ein Eingriff bei bestimmten Störungen nötig: z.B. wiederholte Blutungen aus der Prostata, viel Restharn in der Blase (über 100 ml), Blasensteine, Harnerhalt (der Urin kann nicht mehr ausgeschieden werden), Nierenfunktionsstörungen.

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