Pressemitteilung zur Anklageerhebung gegen eine Mitarbeiterin des Universitätsklinikums Leipzig

Pressemitteilung vom 18.03.2011

Im Jahr 2008 kam es zu einem bedauerlichen Todesfall bei der Geburt eines Kindes im Universitätsklinikum Leipzig.
In der Folge stellten die Eltern des Kindes Strafanzeige gegen unbekannt. Nach Abschluss staatsanwaltlicher Ermittlungen wurde nun Anklage gegen eine Hebamme erhoben.

In der bisherigen Berichterstattung fanden einige Fakten noch keine Erwähnung. Insbesondere ist auf die Ergebnisse eines unabhängigen und externen medizinischen Gutachtens zum Ablauf der Behandlung im UKL hinzuweisen, die bisher nicht vollständig wiedergegeben wurden.

Darin wird bestätigt, dass bei der besagten Patientin eine gründliche Anamnese und umfangreiche medizinische Betreuung sowohl ärztlicherseits als auch durch die Hebammen veranlasst, sorgfältig untersucht und dokumentiert wurde. Aufgrund des Ergebnisses der Untersuchungen sowie der zu diesem Zeitpunkt bekannten Details der Vorgeschichte der Patientin, „war eine andere Art der Überwachung in der Universitätsfrauenklinik nicht angezeigt gewesen".

Die angeklagte Mitarbeiterin ist seit vielen Jahren am Universitätsklinikum Leipzig beschäftigt. Sie verfügt über große Erfahrung im Umgang mit schwangeren Patientinnen und wird für ihre umsichtige und hochqualifizierte Arbeitsweise geschätzt.

Das Universitätsklinikum Leipzig unterstützt die Staatsanwaltschaft in der Aufklärung dieses tragischen Falls und geht nach den bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass die Mitarbeiterin nach bestem Wissen und unter Berücksichtigung der gültigen Behandlungsstandards gehandelt hat.

Das Klinikum bedauert ausdrücklich den tragischen Ausgang der Geschehnisse und drückt den betroffenen Eltern nochmals sein Mitgefühl für den schmerzlichen Verlust ihres Kindes aus.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Heiko Leske.