Neues Operationsgerät verbessert Augenoperationen am Universitätsklinikum Leipzig

Pressemitteilung vom 17.12.2010
Professor Peter Wiedemann, Direktor der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig operierte am 14. Dezember 2010 erstmals mit einem neuen OP-System.
Bild vergrößern Prof. Peter Wiedemann (links), Direktor der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde übernimmt die Urkunde für das neue OP-System aus den den Händen von Dr. Thomas Lenzen, Business Unit Director Surgical D/A/CH der Herstellerfirma Bausch + Lomb  

„Die Operationen gehen schneller, sind effizienter und trotzdem ist die Entfernung des Glaskörpers sicherer geworden“, beschreibt Prof. Peter Wiedemann das neue OP-System nach den ersten Augenoperationen mit dem Stellaris PC System. Die Vorteile sieht er auch in der einfachen Wahl zwischen verschiedenen Verfahren der Vitrektomie (bei der der Glaskörper chirurgisch entfernt wird) und der Phakoemulsifikation (Operation des Grauen Stars) sowie deren Kombination. Außerdem wird die Sichtbarkeit des Augeninneren durch verschiedene Farbfiltersysteme bei den Eingriffen wesentlich verbessert.

Durch die besonders kurzen Rüstzeiten sowie schnelle und einfache Bedienung während der OP ist das System vielseitig und flexibel einsetzbar. Das spart spürbar zeitliche und finanzielle Ressourcen. „Gerade auch mit dem Schwerpunkt bei Netzhautoperationen muss die Universitätsaugenklinik Leipzig auf diesem Gebiet immer auf dem neuesten Stand sein. Die Medizintechnik hat gerade in den letzten beiden Jahren Riesen Fortschritte gemacht.“ Leistungsstark ist das System, da eine Schneidrate im Glaskörper von 5000 Schnitten/Minute selbst bei kleinen Zugängen ins Augeninnere von weniger als einem halben Millimeter eine schnelle und sichere Vitrektomie ermöglicht. Das wird die Versorgung der Patienten spürbar verbessern. Die Vielseitigkeit wird zudem den Retina- und Kataraktchirurgen dabei helfen, die klinische Effizienz zu erhöhen. An der Leipziger Augenklinik wird das Stellaris PC System zum zentralen OP-Gerät für die meisten Operationen am inneren Auge.

„Wir freuen uns, dass das Universitätsklinikum als erste deutsche Uniklinik nach dem erfolgreichen Einsatz des Vorgängermodells unser OP-System zum Einsatz bringt“, betonte Dr. Thomas Lenzen, Business Unit Director Surgical D/A/CH der Herstellerfirma Bausch + Lomb, bei der Übergabe des OP-Systems. „Die Chirurgen können sich ganz auf ihre Patienten konzentrieren. Einrichtung und Bedienung des Systems lenken ihn dabei nicht ab.“

Das Stellaris PC System von der Firma Bausch + Lomb wurde erstmals Ende Oktober auf dem Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen DOC in Hamburg vorgestellt. Konzept des kombinierten mikrochirurgischen Systems für den Vorder- und Hinterabschnitt des Auges ist es, die Arbeit von Ärzten und Personal im OP zu erleichtern und noch sicherer zu machen.

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