Hepatitis B: Krankheit und Gesundheit in Afrika

Pressemitteilung vom 24.11.2010
An diesem Donnerstag, den 25. November 2010, um 19:00 Uhr informieren der Rat Ausländischer Studierender, das Afrikanistik-Forum und die Klinik und Poliklinik für Gastroenterologie und Rheumatologie über eine der weltweit häufigsten Krankheiten.

Im Großen Hörsaal des Geisteswissenschaftlichen Zentrums (GWZ), Raum 2010 werden Dr. med. Florian van Bömmel und Annika Brodzinski vom Universitätsklinikum über die Krankheit Hepatitis B, deren Vorkommen, Spätfolgen und Behandlungsmöglichkeiten referieren.


„Wir wollen speziell hier in Leipzig wohnende Afrikanerinnen und Afrikaner, Angehörige von Menschen aus Afrika und alle Interessierten zum Thema Hepatitis B ansprechen“, erläutert Dr. med. Florian van Bömmel, Facharzt für Innere Medizin an der Klinik und Poliklinik für Gastroenterologie und Rheumatologie.


Mit etwa 350 Millionen chronisch infizierter Menschen ist die Hepatitis B weltweit eine der häufigsten Krankheiten. Besonders häufig tritt die Erkrankung in Teilen Afrika und Asiens auf. Unbehandelt kann Hepatitis B kann zu Leberzirrhose führen, mittlerweile gibt es aber gute Möglichkeiten zu Therapie.


Die Veranstaltung thematisiert die Verbreitung der Krankheit und demonstriert Behandlungsmöglichkeiten und Vorbeugemaßnahmen. Sie wird unterstützt durch Deutsch-Afrikanische Gesellschaft Leipzig e.V., EntwickLungspolitisches Netzwerk Sachsen e.V. und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit



Der Eintritt an diesem Abend ist frei.


Hintergrund:


Hepatitis B ist eine Virusinfektion, die zu einer Entzündung der Leber führt. Der Verursacher ist das Hepatitis-B-Virus (HBV), das durch Körperflüssigkeiten übertragen wird. Schon eine geringe Menge an Viren reicht aus um sich mit der Krankheit zu infizieren. Häufige Übertragungswege sind Kontakt mit infiziertem Blut an Hautwunden oder Schleimhäuten und Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner. Auch während der Geburt kann eine Hepatitis B infizierte Mutter das Virus auf ihr Kind übertragen.

Hepatitis B Infektionen können zu Leberzirrhose oder zu Leberkrebs führen. Die Krankheit wird oft schon im Kindesalter erworben und bleibt häufig unentdeckt. Deshalb sind Vorsorgeuntersuchungen und vorbeugende Impfungen besonders wichtig. Bei Menschen mit einer chronischen Hepatitis B Infektion kann eine antivirale Therapie durchgeführt werden, um die Entwicklung einer Leberzirrhose oder eines Leberkrebs zu verhindern. Für Menschen aus den Verbreitungsgebieten, Kontaktpersonen und Reisenden sind Informationen über die Hepatitis B, Behandlung und Vorbeugung deshalb besonders wichtig.


2.609 Zeichen

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von .