Klinikbetten für die Ukraine

Pressemitteilung vom 20.04.2010
Universitätsklinikum unterstützt ukrainisches Krankenhaus mit umfangreicher Sachspende

180 Klinikbetten und weiteres Krankenhausmaterial, gespendet vom Unikli-nikum Leipzig, gehen bald auf große Reise in die Ukraine. Mit der umfangreichen Hilfslieferung unterstützt das Klinikum ein Krankenhaus in Vinogradovo.

Gemeinsam mit der Hilfsorganisation Maranatha-Help wurde das Spendenmaterial kürzlich auf mehrere LKW verladen und zunächst von der Liebigstraße in das Naunhofer Zwischenlager der Hilfsorganisation transportiert.
Joachim Schenk, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Hilfsorganisation, freut sich, die Betten bald dahin bringen zu können, wo sie dringend benötigt werden: „Die Ausstattung der Krankenhäuser in den Staaten Ost- und Südosteuropas ist geradezu bemitleidenswert. Da kommen die Betten wie gerufen. "

Insgesamt spendet das Uniklinikum 180 Betten, 206 Nachttische, 41 Schränke und zwei Gerätewagen. Die Ausstattung, alles in geprüftem gutem und Zustand, stammt aus dem alten Bettenhaus in der Liebigstraße. Mit dem Umzug in das neue Zentrum für Innere Medizin, Neurologie und Nuklearmedizin waren die Statio-nen neu ausgestattet worden. Vieles aus dem alten Bettenhaus wurde nicht mehr benötigt - und nun dem guten Zweck zugeführt.

Der Kontakt zwischen Uniklinikum und Hilfsorganisation war durch eine langjährige Mitarbeiterin des Leipziger Klinikums zu Stande gekommen. Reinhild Melcher, jetzt im Ruhestand, hatte den Umzug als ihr letztes Projekt betreut. „Von daher wusste ich, dass die künftige Ausstattung der Stationen auf dem neuesten Stand erfolgt. Als ich dann meinem Nachbarn in Naunhof, Joachim Schenk, davon erzählte, war er hell begeistert." Nach kurzen Absprachen mit den Verantwortlichen am UKL konnte die Hilfslieferung realisiert werden.

Joachim Schenk betont, wie sehr die Hilfslieferungen in den Krankenhäusern in der Ukraine, Bulgarien, der Slowakei und Rumänien benötigt werden. Am dringendsten werden Desinfektionsmittelspender und Infusionsständer gebraucht. Aber auch einfache Nachtschränke, Tische und Stühle sind willkommen. Aus die-sem Grund wird am Leipziger Uniklinikum nun weiter sorgfältig geprüft, welche Ausstattungsteile mit der Demontage des alten Bettenhauses noch gespendet werden können. „Wir wissen jetzt durch den guten Kontakt zu Hilfsorganisationen, wo der Bedarf liegt", sagt Elke Matthiaschk vom Universitätsklinikum Leipzig. „Deshalb werden wir bestimmt nichts einfach entsorgen, was anderswo händeringend benötigt wird."

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Heiko Leske.