Optimale Versorgung medizinischer Notfälle

Pressemitteilung vom 18.02.2010
Am morgigen Freitag findet das 5. Leipziger ZNA-Symposium statt, das sich mit zentralen Aspekten der modernen Notfallmedizin befasst. Auch in diesem Jahr ist das Symposium im Hörsaal des Operativen Zentrums schon seit Wochen komplett ausgebucht: Mehr als 350 Teilnehmer aus dem ärztlichen und dem pflegerischen Bereich der gesamten Bundessrepublik kommen nach Leipzig, um über medizinische und berufspolitische Problemstellungen zu diskutieren. Das diesjährige Thema lautet: Neue Frage – alte Probleme: eine permanente Herausforderung“.

„Die Anforderungen an die Notfallmedizin wachsen ständig", sagt Prof. Dr. Christoph Josten, Direktor der Klinik für Unfall, Wiederherstellungs- und Plastische Chirurgie am Universitätsklinikum Leipzig und wissen-schaftlicher Leiter des Symposiums. „Auch diagnostische und therapeutische Verfahren haben sich in den letzten Jahrzehnten rasant verändert und verändern sich weiter. Trotz allem müssen wir immer darauf eingestellt sein, für eine Vielzahl von Menschen im Notfall die beste medizinische Versorgung zu gewährleisten. Das wirft fortwährend neue Fragen auf. Die große Resonanz auf unser Symposium zeigt, wie groß hier der Diskussionsbedarf ist."

Als eine der ersten interdisziplinären Notfallaufnahmen Deutschlands feiert die Zentrale Notfallaufnahme (ZNA) des Universitätsklinikums Leipzig in diesem Jahr ihr 10jähriges Jubiläum. „Unsere langjährigen Erfahrungen wollen wir auch in diesem Jahr gern wieder weitergeben und uns mit anderen austauschen", so Josten.

Das Symposium besteht aus drei Themenschwerpunkten. Der erste Themenblock widmet sich einer besonderen notfallmedizinische Herausforderung: dem akuten Abdomen. Plötzlich auftretende starke Bauchschmerzen können unterschiedlichste Ursachen haben, häufig sind sie aber ein Indikator für eine lebensbedrohliche Erkrankung im Bereich der Bauchhöhle. In jedem Fall ist schnellstes notfallmedizinisches Handeln ist gefragt - doch was ist die beste Vorgehensweise? Wie stellt man am schnellsten die Diagnose? Was sagen Chirurgen, was die Internisten? Und wann ist der Gynäkologe gefragt? - das sind Fragestellungen, mit de-nen sich die Symposiumsteilnehmer auseinandersetzen.

Der Psychiatrische Notfall in der ZNA ist der zweite Schwerpunkt. Diskutiert werden Problemstellungen wie: Entzug und Delirium in der ZNA - was ist die beste Umgangsweise? Wie geht man mit aggressiven Patienten um, wie schützt man sich? Welche juristischen Probleme bringt der Psychiatrische Notfall mit sich?

Logistik, Struktur und die berufliche Position in der Zentralen Notaufnahme bilden den dritten Themenkomplex. Hier setzen sich Ärzte und Pflegekräfte auseinander mit Fragen wie z.B.: Gibt es eine valide Prozessanalayse in der ZNA? Welche Erfahrungen gibt es mit Übungen im Katastrophenfall? Wie mache ich die ZNA für Mitarbeiter attraktiv?

Informationen zum Symposium: www.uni-leipzig.de/notaufnahme

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Heiko Leske.