Schaufensterkrankheit – die unterschätzte Gefahr

Pressemitteilung vom 29.10.2009
Informationstag am Uniklinikum

Rund 3,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden an der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) - auch bekannt unter dem Begriff „Schaufensterkrankheit". Bemerkbar macht sich die Krankheit zuerst durch Schmerzen beim Gehen. Das klingt unangenehm, aber nicht sehr dramatisch - ein Trugschluss! Bei der Schaufensterkrankheit handelt es sich um eine Durchblutungsstörung, die durch den arteriellen Verschluss der Beine verursacht wird. Bleibt die Krankheit unbehandelt, drohen den Patienten schwerwiegende Komplikationen, die bis zur Amputation des Beines führen können. Durch die meist vorhandenen Begleitkrankheiten (chronisch ischämische Herzkrankheit, Diabetes, Fettstoffwechselstörung) weisen Patienten mit einer pAVK ein doppelt so hohes Risiko auf, innerhalb von 5 Jahren zu versterben. Aus diesem Grund sollten Risikopatienten mit einer pAVK rechtzeitig herausgefunden und einer befundorientierten Therapie zugeführt werden.

Am Sonnabend, den 31. Oktober 2009, veranstaltet das Universitäre Gefäßzentrum am Universitätsklinikum Leipzig einen Aktions- und Informationstag zur Schaufensterkrankheit.

Die Veranstaltung informiert über Möglichkeiten in der Diagnostik, Therapie und Umfeldbehandlung dieses ausgewählten Krankheitsbildes. Im Anschluss an das Vortragsprogramm, das speziell für medizinische Laien stattfindet, stehen die Referenten gern Rede und Antwort für persönliche Fragen. Darüber hinaus können ausgewählte Gefäßuntersuchungen (Farbduplex-Sonographie, Doppler-Druckmessung, Blutzuckermessungen) kostenlos vor Ort durchgeführt werden. Zusätzlich wird Interessierten die Angiographieeinheit demonstriert.

Die Veranstaltung findet am 31. Oktober von 10 bis 14 Uhr im Hörsaal des Operativen Zentrums, Liebigstraße 20, statt. Im Anschluss an das Vortragsprogramm steht für die Gäste ein kleiner Imbiss bereit. Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind herzlich willkommen

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Heiko Leske.