Leistungssteigerung – Exzellenz medizinischer Forschung für den Menschen - Schwarze Zahlen

Die Universitätsmedizin Leipzig blickt auf ein er-folgreiches Jahr 2008 zurück und sieht sich für die Zukunft gut gerüstet

Pressemitteilung vom 22.06.2009
Auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz präsentierten der Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig und der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig ein aus Sicht der Universitätsmedizin Leipzig sehr erfolgreich verlaufenes Jahr 2008.

Klinikum und Fakultät sehen sich auf einem guten Weg hin zum Ziel, bis 2012 in die Spitzengruppe der deutschen Universitätsmedizinstandorte aufzusteigen. Daran hätten vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen entscheidenden Anteil. Das dritte Jahr in Folge schrieb das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) schwarze Zahlen. Mit 9,088 Mio. Euro lag das Ergebnis nach investitionsbedingten Effekten deutlich höher als 2007 (3,939 Mio. Euro). Das Jahresergebnis (handelsrechtliches Ergebnis) lag bei 6,7 Mio. Euro (2007: 5,6 Mio. Euro). Als einziges Universitätsklinikum Deutschland erhält das UKL keinen Betriebskostenzuschuss aus Steuergeldern.

Die Medizinische Fakultät hat 2008 die Drittmitteleinwerbungen von 22,3 auf rund 28,3 Mio. Euro steigern können und finanziert damit rund 400 Arbeitsplätze in der Forschung, wobei das mit insgesamt 38 Mio. Euro über einen Zeitraum von 5 Jahren geförderte Großprojekt zur Erforschung von Zivilisationskrankheiten in diesem Betrag noch nicht enthalten ist, da die Mittel erst ab 2009 fließen. Insgesamt habe sich durch abgestimmte Zielsetzung der medizinischen Forschung, der Lehre und der Krankenversorgung die Leipziger Universitätsmedizin in vielen Bereichen bis zu international sichtbaren Spitzenplätzen entwickelt.

Inhaltlich habe man mit der Formulierung einer gemeinsamen, langfristigen Strategie die in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen gebündelt und den Grundstein für eine kontinuierliche Entwicklung der Leipziger Universitätsmedizin gelegt.

Stabile Leistungsentwicklung in der Krankenversorgung

Nach der enormen Leistungssteigerung im Jahr 2007 sollte im Jahr 2008 das Leistungsniveau stabilisiert werden. Dieses Ziel wurde erreicht. Erstmals überstieg die Zahl der stationär und teilstationär behandelten Fälle die 50.000-Grenze: Mit 51.209 Fällen waren es 2008 1.484 Fälle mehr als 2007. Der Schweregrad der behandelten DRG-Fälle (CMI) stieg von 1,424 im Vorjahr auf 1,441 und liegt damit im Mittel der deutschen Universitätsklinika. Die durchschnittliche Verweildauer sank auf 7,7 Tage. Der Nutzungsgrad der Betten lag bei 88 %. Im ambulanten Bereich erreichte die Anzahl der im Rahmen des Poliklinikvertrages geleisteten Fälle mit 176.192 Pauschalscheinen eine neue Rekordmarke. Die mit den Krankenkassen vereinbarte Fallzahl wurde mit um 20,3 % überschritten, was mit einem Rabatt von 20,3 % gegenüber den Krankenkassen für diese ambulanten Leistungen gleichzusetzen ist. Bei den Notfallbehandlungen und Instituts- und Einzelermächtigungen lag die Fallzahl 107.937.

Die Gesamterlöse stiegen von 261,9 Mio. Euro auf 274,4 Mio. Euro

„Wir haben 2008 bewiesen, dass wir auch unter schwierigen Rahmenbedingungen konstant hohe Leistungen in hervorragender Qualität und auf einer wirtschaftlich soliden Basis erbringen können", resümierte der Kaufmännische Vorstand des Universitätsklinikums, Dr. Matthias Wokittel. „Die strategische Neuausrichtung mit einer klaren Fokussierung auf universitäre Maximalversorgungsleistungen sichert unserem Haus eine hohe Wirtschaftlichkeit, die uns unternehmerische Handlungsspielräume für künftige Entwicklungen eröffnet", so Wokittel. Ausdrücklich bedankte er sich bei den Mitarbeitern des Klinikums für ihr Engagement und ihre hohe Leistungsbereitschaft. „Die sehr gute Entwicklung des Klinikums in den vergangenen Jahren war nur als Teamleistung möglich. Deshalb haben wir 2008 zum zweiten Mal in Folge eine freiwillige Jahreseinmalzahlung in einer Gesamthöhe von 1,95 Mio. Euro an unsere Mitarbeiter ausgeschüttet, um sie direkt am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen."

Strategie Universitätsmedizin Leipzig 2012 verabschiedet

Prof. Dr. Wolfgang E. Fleig, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig, nannte als herausragendes Projekt des Jahres 2008 die von Klinikum und Fakultät unter externer Moderation geführte Strategiediskussion, die im Juli 2008 in der Verabschiedung der „Strategie Universitätsmedizin 2012" mündete. „Dieses auf die nächsten vier Jahre angelegte Projekt, wird das ‚Unternehmen' Universitätsmedizin Leipzig grundlegend verändern", gab sich Fleig überzeugt. Man wolle damit die Voraussetzungen in Struktur, Personalentwicklung, Betriebsabläufen Unternehmenskultur und zahlreichen anderen Bereichen schaffen, um die bis 2012 gesteckten großen Ziele erreichen zu können. „Einer immer kurzlebiger und unvorhersehbarer agierenden Politik wollen wir eine klare und ambitionierte unternehmerische Zielstellung entgegensetzen, die nicht nur unsere Existenz sichert, sondern der Universitätsmedizin Leipzig Wachstums- und Entwicklungsperspektiven eröffnet", erklärte Fleig. Mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen im Freistaat Sachsen mahnte er die Politiker, die dringend notwendige Novellierung des Sächsischen Hochschulmedizingesetzes unmittelbar nach der Landtagswahl rasch wieder aufzugreifen und abzuschließen. Andernfalls würden die strukturellen Defizite in der reibungslosen Zusammen-arbeit zwischen Fakultät und Klinikum sowie einige da-mit verbundene Risiken deutlich verlängert.

Die in den Vorjahren gestarteten Projekte, so Fleig, seien konsequent weitergeführt worden. Die gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät festgelegten inhaltlichen Schwerpunkte in Forschung und Krankenversorgung seien weiter ausgebaut und gestärkt worden. „Unter anderem haben wir ein Universitäres Krebszentrum gegründet, die Finanzierung einer Stiftungsprofessur für Klinische Onkologie beschlossen und die Etablierung einer Palliativstation mit 12 Betten in die Wege geleitet und inzwischen abgeschlossen", nannte der Medizinische Vorstand einige Details. Das gemeinsam mit den HELIOS-Kliniken Leipziger Land und Schkeuditz 2007 gegründete Kooperative Darmzentrum sei erfolgreich rezertifiziert worden. Im Neuro-Schwerpunkt wurde im Dezember 2008 das Medizinische NeuroZentrum gegründet, das auf die Therapieoptimierung bei Erkrankungen des Zentralnervensystems abzielt. Mit der Berufung von Professor Jonas als neuen Direktor der Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie sowie der Gründung der Sektion Nephrologie mit Professor Lindner wurde der Schwerpunkt Transplantationsmedizin gezielt ausgebaut.

"Parallel zu diesen - exemplarisch aufgezählten - inhaltlichen Veränderungen haben wir auch die Neustrukturierung der Kliniken und Institute des UKL in die Wege geleitet", erklärte Prof. Fleig. „Im Ergebnis eines umfangreichen Diskussionsprozesses werden wir nun eine Departmentstruktur etablieren und damit die tradierte pyramidenförmige Organisationsstruktur des UKL ablösen. Davon versprechen wir uns langfristig mehr Handlungs- und Entscheidungsspielräume in Forschung, Lehre und Krankenversorgung."

Personell haben sich Medizinische Fakultät und Uni-versitätsklinikum gemeinsam mit hervorragenden Ärzten und exzellenten Wissenschaftlern verstärken und Rufe nach außen abwehren können. Zu nennen sind hier unter anderem Prof. Dr. Sven Jonas (Direktor der Klinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie), Prof. Dr. Tom Lindner (Leiter Sektion Nephrologie), Prof. Dr. Holger Christiansen (Leiter der Abteilung Pädiatrische Onkologie) und Prof. Dr. Ulrich Thome (Leiter der Abteilung Neonatologie). Erfolgreich abgewehrt konnten die Rufe an Prof. Dr. Michael Stum-voll (Direktor der Klinik für Endokrinologie und Nephro-logie) nach Wien, an Prof. Dr. Osama Sabri (Direktor der Klinik für Nuklearmedizin) nach Aachen und an Prof. Dr. Wolfgang Hirsch (Leiter der Abteilung Kinderradiologie) nach Berlin.

Erfolgreiche Einwerbung von Forschungsgeldern

Der Dekan der Medizinischen Fakultät und Direktor des Instituts für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik Prof. Dr. Joachim Thiery, schätzt diese Berufungen und das Jahr 2008 für die Medizinische Fakultät als insgesamt sehr erfolgreich und ermutigend ein. Dies sei ganz wesentlich der klugen Weitsicht seines Vorgängers im Amt als Dekan, Herrn Professor Dr. Jürgen Meixensberger, Direktor der Klinik für Neurochirurgie zu verdanken. „Wir stehen heute mit Großprojekten in zweistelliger Millionenhöhe jetzt erstmals an der Schwelle, auch mit den größten Wissenschaftszentren Deutschlands nicht nur gleichzu-ziehen, sondern diesen sogar hier und da einen Schritt voraus zu sein", erklärte Professor Thiery. Dies beruhe wesentlich auf der erfolgreichen Arbeit der letzten Dekanate, und auch das aktuelle Dekanat werde alles dafür tun, diesen Weg der gezielten Schwerpunktstärkung gemeinsam mit dem Universitätsklinikum fortzusetzen. „Wir wollen die besten Köpfe für die Medizin nach Leipzig holen und halten. Dies betrifft auch und ganz besonders den medizinischen Nachwuchs und die technischen und pflegerischen Bereiche." In den letzten Jahren habe man sich im Wesentlichen auf drei Forschungskomplexe konzentriert: a) die Erforschung von Zivilisationskrankheiten (Gen-Umwelt-Interaktion) mit besonderer Schwerpunktsetzung auf Adipositas, Atherosklerose und seelischen Erkrankungen, b) die neuromedizinische Erforschung von Hirnerkrankungen, c) die Entwicklung von Zelltherapie und Organersatz bei Tumorkrankheiten. Durch gemeinsame Anstrengungen sei es nicht nur gelungen, umfangreiche Verbundforschungsprogramme anzustoßen, sondern gerade im vergangenen Jahr auch herausragende Er-folge zu erzielen. Die Förderung der Verbundforschung mit einer Vernetzung in die außeruniversitären Forschungsinstitute werde nicht nur die wissenschaftliche Exzellenz der Medizin für den Menschen voranbringen, sondern auch nachhaltig neue Arbeitsplätze in der Medizinischen Versorgung und der Forschung schaffen. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die erste Liga der deutschen Universitätsmedizin sei mit einer gemeinsam von Fakultät und Klinikum entwickelten und verab-schiedeten Strategie einer „Universitätsmedizin 2012" gelungen. Die Schaffung neuer Strukturen und einer effizienten Ausrichtung in Krankenversorgung, For-schung und Lehre soll auch der Kreativität medizinischer Wissenschaft mehr Spielraum und Eigenverantwortung geben.

Thiery verwies auf die steigende Zahl der durch die DFG, EU, BMBF, und weiteren öffentlichen Geldgebern geförderten Projekte. „Öffentliche Drittmittelförderung ist eine Auszeichnung unserer wissenschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit.". Ein besonderes Ereignis in 2008 ist die Einwerbung des dreistufig begutachteten Forschungsclusters „LIFE" im Rahmen der Sächsischen Landesexzellenzinitiative. Dieses umfangreiche Programm zur Erforschung der Gen-Umweltinteraktion unter Federführung der Medizin hat Ende August 2008 Anerkennung einer renommierten Jury mit dem Präsidenten der DFG und der externen Gutachter erhalten. „Als eines von fünf Projekten landesweit wird dieses medizinische Großprojekt zur Erforschung von Zivilisationskrankheiten ab 2009 mit Mitteln des Freistaats und der Europäischen Union mit 38 Millionen Euro für fünf Jahre gefördert werden", so Thiery. Ziel dieses landesweit größten, durch die Medizin geführten Projektes, an dem fünf Fakultäten und außeruniversitäre Forschungs-institute wie MPI und UFZ beteiligt sind, ist die Identifizierung neuer diagnostischer und therapeutischer Zielmoleküle für mit dem Lebensstil verbundene Volkskrankheiten. Hierzu zählen Demenz, Depression, Atherosklerose und Herzinfarkt, Adipositas und Diabetes mellitus, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Kopf-Halstumore und Allergien. Im Rahmen von LIFE wird auf dem Leipziger Medizincampus jetzt eine der größten deutschen Bevölkerungs- und Patientenstudien zur Erforschung von Zivilisationskrankheiten entstehen. LIFE soll so zu neuen Erkenntnissen der individuellen Krankheitsentstehung, Diagnostik und Therapie häufiger Volkskrankheiten führen. Die LIFE-Studie wird in den nächsten fünf Jahren über 28.000 Personen und Patienten unter Nutzung neuester Spitzentechnologien der medizinischen Untersuchung einbeziehen und damit auch zur Gesundheitsförderung in der Region der Stadt Leipzig beitragen. Eine nachhaltige Wirkung wird für den biomedizinischen und biotechnologischen Wirtschaftsraum Leipzigs und Sachsens erwartet.

Die wissenschaftliche Leistungskraft der Universitäts-medizin zeigt auch die weiter gestiegene Summe an Drittmitteleinwerbungen. Im Jahr 2008 waren das insgesamt 28,3 Mio. Euro, 5 Mio. Euro mehr als 2007. Die internationale Wahrnehmung der Medizin reflektiert auch die Zunahme hochrangiger Publikationen in den ersten Topjournalen der Wissenschaft wie Nature, PNAS, NEJM, Lancet u. a. m.. Dies ist auch ein Erfolg der in Leipzig seit 1997 angewendeten leistungsorientierten Mittelvergabe an die forschenden Kliniken und Institute. Der aktuelle Aufschwung der Leipziger Medi-zinforschung für den Menschen ist den hoch motivierten Kolleginnen und Kollegen zu danken, die dies durch eine stärkere Fokussierung und Integration in der Medizinischen Forschung erreicht haben. Entscheidend waren und bleiben hierfür die enge Abstimmung mit den Zielen des Universitätsklinikums und die verlässliche Unterstützung des Freistaats durch seinen Landeszuschuss an die Medizinische Fakultät. Für die erfolgreiche Realisierung der Großprojekte und die notwendige wissenschaftliche Entfaltung der Universitätsmedizin bleibt daher eine angemessene Gegenfinanzierung der erfolgreichen Wissenschaftsleistung durch den Freistaat gerade in den nächsten Jahren unverzichtbar.

So wie das Jahr 2008 mit dem Erfolg der Landesexzellenzinitiative endete, begann das Jahr 2009. Erst vor wenigen Tagen erhielt die Medizinische Fakultät die Förderzusage für den Transregio-Sonderforschungsbereich 67 in Leipzig und Dresden der sich mit der Erforschung und Entwicklung von funktionellen Biomaterialien zur Steuerung von Heilungsprozessen in Knochen- und Hautgewebe auseinandersetzen wird. Das Graduiertenkolleg "Interneuro - Interdisziplinäre Ansätze in den zellulären Neurowissenschaften" verteidigte sein Programm kürzlich erfolgreich und wird nun für die nächsten viereinhalb Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit insgesamt 2,3 Millionen Euro gefördert. Auch die Verlängerung der Klinischen Forschergruppe zu Adipositas und Gefäßfunktion wurde im April durch die DFG positiv begutachtet. Vor wenigen Wochen erhielt auch der BMBF Antrag für ein umfassendes „Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum: AdipositasErkrankungen" bei einer internationalen Vor-Ort-Begutachtung ein positives Votum, so dass auch auf eine positive Entscheidung des BMBF gehofft werden kann. Das internationale EU Programm zur Suizidprävention nimmt in den nächsten Tagen seine Arbeit auf und auch die Bildgebung wird mit einem Tumorprojekt durch das BMBF in diesem Jahr umfangreich gefördert werden.

Auch in der Lehre bewegt sich die Leipziger Medizin weiter auf einem zukunftsorientierten Weg 3.170 junge Menschen studieren in Leipzig Human- und Zahnmedizin. Im deutschlandweiten Vergleich habe Leipzig die kürzeste Studiendauer in der Humanmedizin. Bei der Bestehensnote im Physikum belege man Platz 10 von 34 Fakultäten. Es ist unser Ziel hier weiter nach vorne zu kommen. Das Leipziger Lehrkonzept „Problemorientiertes Lernen" (POL) sei inzwischen weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und führt vermehrt zu Wechselanfragen aus anderen Universitäten nach Leipzig. Neue Wege will die medizinische Fakultät 2009 mit der Einrichtung eines Skills Laboratorium zum besseren Erlernen praktischer Fähigkeiten und der Etablierung eines Mentorenprogramms zur frühzeitigen Planung von Weiterbildung und Karriere gehen.

Hoch moderne Infrastruktur

Auch 2008 konnte die Universitätsmedizin Leipzig wichtige Infrastrukturprojekte abschließen. Dazu zählen der Neubau des Zentrums für Betriebliche Logistik (Inbetriebnahme 09/2008, 11,5 Mio. Euro Baukosten), der Neubau des Sekundären Rechenzentrums (Inbetriebnahme 10/2008, 5 Mio. Euro Baukosten), der Bau der Kindertagesstätte „miniuniversum" (Inbetriebnahme 08/2008, 1,5 Mio. Euro Baukosten) und natürlich der Neubau des Zentrums für Konservative Medizin (Inbetriebnahme 11/2008, 104 Mio. Euro Baukosten). „Wir haben damit eine bauliche und technische Infrastruktur geschaffen, die zu den modernsten europaweit gehört", freute sich Dr. Wokittel. „Sie ist nicht nur hoch modern, sondern wurde auch für öffentliche Krankenhaus-Bauten beispielhaft in Planung und Durchführung primär durch das UKL selbst realisiert." Dem Freistaat Sachsen gebühre Dank dafür, dass er dem Klinikum die Bauherrschaft für die Großprojekte übertragen und damit Neuland betreten habe. „Wir haben das in uns gesetzte Vertrauen mit der Einhaltung des Zeit- und der Unterschreitung des Kostenrahmens gerechtfertigt", so der Kaufmännische Vorstand. „Ich gehe davon aus, dass wir dieses Erfolgskonzept auch bei der Realisierung der noch anstehenden Investitionsmaßnahmen fortsetzen können." Vorstand und Dekan waren sich auch in der Bewertung der ersten Monate des Jahres 2009 einig. Die positive Entwicklung des Vorjahres halte an und konnte - bezogen auf die Leistungsentwicklung in der Krankenversorgung - auch weiter gesteigert werden. Trotz schwieriger gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen habe man sich einen ambitionierten Wirtschaftplan gegeben, den man - so das vorsichtige Fazit der ersten Monate - durchaus erreichen könne. Erfreulich sei auch, dass der Abschluss eines Haustarifvertrages für die nicht-ärztlichen Beschäftigten des UKL nach langen Verhandlungen unmittelbar bevorstehe und somit eine lange Zeit eines tariflosen Zustands ein Ende habe.

Insgesamt, so das Resümee, könne die Universitätsmedizin Leipzig dank einer guten wirtschaftlichen Basis, einer am Bedürfnis des Patienten ausgerichteten Krankenversorgung, Forschung und Lehre und einer klaren Zukunftsstrategie selbstbewusst in die Zukunft blicken.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Heiko Leske.