Klinikneubau ab sofort voll in Betrieb

Über 200 Patienten problemlos umgezogen – Bettenhaus hat ausgedient

Pressemitteilung vom 18.02.2009
Mit dem gestrigen Tag haben alle Kliniken und Polikliniken der Inneren Medizin, der Neurologie und der Tagesklinik für kognitive Neurologie im Klinikneubau in der Liebigstraße 20 den Betrieb aufgenommen.

Damit geht eine lange Phase der Interimslösungen zu Ende - und nach 25-jähriger Nutzungsdauer auch die „Ära Bettenhaus". Dort sind momentan nur noch die urologisch-gynäkologiosche Station, eine Station der Hämatologie und eine Station der Orthopädie sowie die Dialyse-Einheit ansässig, die aber in den nächsten Wochen auch umziehen werden.

Der Umzug in das neu errichtete Zentrum für Innere Medizin, Neurologie und Nuklearmedizin verlief insgesamt komplikationslos. Ab sofort sind folgende Kliniken und Abteilungen dort ansässig:

- Klinik für Gastroenterologie und Rheumatologie
- die Klinik für Endokrinologie und Nephrologie
- die Abteilung für Angiologie und Kardiologie
- die Abteilung für Pneumologie
- die Abteilung für Hämatologie und Onkologie
- die internistische Intensivmedizin
- die Klinik und Poliklinik für Neurologie
- die Stabsstelle für Physikalische Therapie und Rehabilitation

Die Tagesklinik für kognitive Neurologie ist bereits Ende Dezember in den westlichen Teil des Neubaus, die Liebigstraße 16, eingezogen.

Abschied vom Bettenhaus

Die Inbetriebnahme des neuen Zentrums für Innere Medizin, Neurologie und Nuklearmedizin bedeutet auch den Abschied vom Bettenhaus. 1982/83 als einziger Klinikneubau am Universitätsklinikum während der DDR-Zeit errichtet, hat es nach 25-jähriger Nutzungsdauer ausgedient. So modern das Bettenhaus vor 25 Jahren sein mochte - selbst mit großem Aufwand wäre es heute nicht mehr zu einem modernen Klinikgebäude umzubauen gewesen.

Sobald die letzten Stationen aus dem Bettenhaus ausgezogen sind, wird so schnell wie möglich mit der Stilllegung der technischen Anlagen begonnen. Es ist angestrebt, den Rückbau des Gebäudes noch in diesem Jahr einzuleiten.

Hintergrund und Zahlen:

Der 104 Millionen Euro teure Klinikneubau, der offiziell Ende November 2008 eingeweiht wurde, beherbergt die Klinik für Gastroenterologie und Rheumatologie, die Klinik für Endokrinologie und Nephrologie, die Abteilung für Angiologie und Kardiologie, die Abteilung für Pneumologie, die Abteilung für Hämatologie und Onkologie, die internistische Intensivmedizin, die Klinik und Poliklinik für Neurologie, die Ambulanz der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, die Tagesklinik für kognitive Neurologie sowie die Stabsstelle für Physikalische Therapie und Rehabilitation. Auch die Klinikumsverwaltung ist in diesem Neubau untergebracht. Insgesamt verfügen die Kliniken über 345 Betten im Neubau.

Mit 26 400 Quadratmetern Nutzfläche (47 085 qm Bruttogeschossfläche) ist der Neubau das größte Klinikzentrum auf dem Medizin-Campus Liebigstraße. Für die Baugrube wurden 60 000 Kubikmeter Erde ausgehoben. 10 000 Kubikmeter Beton, 1 000 Tonnen Bewehrungsstahl und 140 Tonnen Stahl für Stahlkonstruktionen waren nötig, um den Neubau zu bauen.

In der 18.500 Quadratmeter großen Fassadenfläche sind 2.500 Fenster eingebaut. Unter 14 000 qm Linoleum, 6 000 qm Kautschuk, 5 000 qm Teppichboden, 4 000 Parkett und 1 700 qm Natursteinboden verlaufen 515 Kilometer Starkstrom und 325 km Schwachstromkabel. 35 Kilometer Edelstahlrohre, 20 km Kupferrohre für medizinische Gase, 10 km Gussrohre, 14 km Lüftungsrohre und 26 km Rechteckkanäle wurden verbaut.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Heiko Leske.