Kooperatives Darmzentrum der Region Leipzig erhält Qualitätszertifikat

Pressemitteilung vom 10.08.2007

Das Kooperative Darmzentrum der Region Leipzig, dem in einem zukunftsweisenden Gemeinschaftsprojekt das Universitätsklinikum Leipzig, die HELIOS Kliniken Leipziger Land und die HELIOS Klinik Schkeuditz angehören, erhielt als bislang einziges derartiges Zentrum im Großraum Leipzig mit Wirkung vom 24.05.2007 das Qualitätszertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft als sogenanntes „zertifiziertes Darmzentrum“.


Grundlage für die Zertifizierung ist ein funktionierendes Qualitätsmanagementsystem. Die fachlichen Anforderungen werden von der Zertifizierungsgesellschaft der Deutschen Krebsgesellschaft Onkozert an Hand von Erhebungsbögen und einer mehrtägigen Vor-Ort-Prüfung detailliert überprüft. Neben dem Erreichen von Mindestfallzahlen für das Zentrum und Mindestzahlen für Operationen pro Operateur werden sämtliche Prozesse, beteiligte interne und externe Partner sowie Unterlagen von den Onkozert-Experten begutachtet.


Das Audit (Zertifizierungsprüfung) der drei Standorte des Darmzentrums hatte im Mai stattgefunden. Im Juli nun konnten die drei Standortleiter des Darmzentrums – Prof. Dr. Rudolf Ott für das Universitätsklinikum Leipzig, PD Dr. Kay Kohlhaw für die HELIOS Kliniken Leip-ziger Land und CA Dr. Frank Steinert für die HELIOS Klinik Schkeuditz – die begehrten Urkunden in Empfang nehmen. „Ich freue mich, dass unser gemeinsames Darmzentrum die Zertifizierung erfolgreich absolviert hat und somit beweisen konnte, dass es die strengen Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft einhält“, erklärte Prof. Ott, der Zentrumsleiter, nach der Urkundenverleihung. „Die Qualität unserer Arbeit am Patienten wird sowohl für die medizinischen Inhalte wie auch die Arbeitsumgebung einer engmaschigen strengen externen Qualitätskontrolle unterzogen. Dieses aus der Wirtschaft abgeleitete Verfahren anzuwenden ist in der Medizin immer noch eine Besonderheit. Damit wollen wir unseren Anspruch an höchste Qualität und maximale Sicherheit für unsere Patienten nachweislich erfüllen.“, ergänzte PD Dr. Kohlhaw, der auch die Funktion des Zentrumskoordinators wahrnimmt.


CA Dr. Steinert erläuterte das Anliegen des Kooperativen Darmzentrums der Region Leipzig: „Darmkrebs stellt mit ca. 70.000 Neuerkrankungen und 30.000 Todesfällen pro Jahr eine endemische Erkrankung dar, deren optimale Behandlung und Betreuung Betroffener eine fachübergreifende, qualitätsgesicherte Zusammenarbeit erfordert. Um eine möglichst optimale Behandlungsqualität zu erreichen, arbeiten wir interdisziplinär zusammen und stimmen unsere Prozesse räumlich und zeitlich auf die Bedürfnisse des Patienten ab. Durch das Darmzentrum können wir unser Know-how ergänzen und so immer die beste Therapie für unsere Patienten anbieten.“

Als interdisziplinäres Darmzentrum wolle man die Versorgung von Patienten mit Darmkrebs durch die Integration und Optimierung der Teilbereiche Vorsorge, Früherkennung, Diagnostik, operative, systemische und radio-onkologische Therapie sowie der Nachsorge verbessern. Eine permanente Qualitätskontrolle gehöre ebenso dazu wie die Arbeit nach Leitlinien und Standards, wie eben die der Deutschen Krebsgesellschaft teilte die Qualitätsbeauftragte, Frau Dr. Christina Rogalski (Stabsstelle Medizinisches Leistungs- und Qualitätsmanagement des Universitätsklinikums Leipzig) mit.


Hintergrund:

Dem Kooperativen Darmzentrum der Region Leipzig gehören das Universitätsklinikum Leipzig, die HELIOS Kliniken Leipziger Land und die HELIOS Klinik Schkeuditz an. Darüber hinaus gibt es weitere Partner wie niedergelassene Ärzte aus verschiedenen Fachbereichen, Sanitätshäuser und Pflegedienste. Innerhalb der Standorte und innerhalb des Darmzentrums sind von der Vorsorge über Diagnostik und Therapie bis hin zur Nachsorge und psychosozialen Betreuung zahlreiche Partner in die Tätigkeit des Zentrums eingebunden. Sie alle arbeiten nach einheitlichen Leitlinien und Standards. Gemeinsame Forschungs- und Weiterbildungsprojekte runden das Tätigkeitsspektrum ab. Die vorrangigen Ziele des Darmzentrums sind:

  • Senkung der Sterblichkeit und Verbesserung der Überlebensrate von Patienten mit Darmkrebs,
  • Qualitätsgestützte, leitliniengetragene Versorgung der Patienten durch ein interdisziplinär arbeitendes Expertenteam auf dem Gebiet der Prävention, Vorsorge, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Kolon- und Rektumkarzinoms,
  • Abstimmung der gesamten Behandlungskette räumlich und zeitlich auf die Bedürfnisse der Patienten,
  • Förderung von sowohl klinisch orientierter Forschung als auch der Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Darmerkrankungen und Darmgesundheit in Form von Beteiligung an klinischen Studien bzw. Durchführung von präklinischen Forschungsprojekten,
  • Kontinuierliche Weiterbildung und Karriereförderung der ärztlichen und nichtärztlichen Mitarbeiter,
  • Kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung für Patienten,
  • Wirtschaftliche Unternehmensführung und Akzeptanz der Leistung des Darmzentrums durch die entsprechenden Kostenträger.


weitere Informationen:

www.darmzentrum-leipzig.de


Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Heiko Leske.