Preis für Leipziger Arzt

Pressemitteilung vom 12.03.2004
Auf dem 50. Jahrestreffen der renommierten Ortho-paedic Research Society in den USA präsentiert Dr. Tim Rose seine Forschungsergebnisse.Innovations der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie für Forschungsprojekt zur Heilung von Knochendefekten

Dr. med. Tim Rose, Facharzt an der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Leipzig erhielt den Innovationspreis der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. Er und seine Koautoren aus Pittsburgh in den Vereinigten Staaten erfüllten mit ihrer Arbeit ''Die Verbesserung der Knochenleitung im osteoporotischen Rattenmodell durch die zellvermittelte Expression von Bone Morphogenetic Protein 4 (BMP-4) nach ex-vivo Gentherapie'' am besten die Kriterien, nach denen der Preis vergeben wird. Wichtigstes Vergabekriterium ist der klinische Nutzen der Forschung.


Hinter dem langen Titel verbirgt sich eine Methode, bei der Primärzellen aus der Muskulatur zu Produzenten des Proteins BMP-4 gemacht werden. Ziel ist es, substantielle Knochendefekte zu heilen oder die Heilung zu beschleunigen. Die Analyse der experimentellen Ergebnisse zeigt eindeutig eine Wirksamkeit der implantierten Zellen mit BMP-4 Produktion. Sie führen die Heilungsrate des an Osteoporose erkrankten Knochens in den Bereich von Knochen mit normaler Regenerationskapazität. Damit wird ein Weg aufgezeigt, die immer häufiger werdenden Frakturen alter Menschen, bei denen die Osteoporose bei der Entstehung und der Heilungsverzögerung eine entscheidende Rolle spielt, zuverlässig und schnell heilen zu lassen.


Zur Zeit ist Dr. Rose in San Fransisco, wo er mit seinen Koautoren die Arbeit auf der 50. Jahrestagung der renommierten US-amerikanischen Orthopaedic Research Society vorstellt. Diese gemeinnützige Organisation möchte mit ihrer Arbeit die Behandlung und Pflege von Patienten mit Verletzungen und Krankheiten des Bewegungsapparates verbessern. Dort haben die Preisträger die Möglichkeit, ihre wissenschaftliche Arbeit einem breiten Publikum zugänglich zu machen, mit Kollegen zu diskutieren und Kontakte zu knüpfen.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Heiko Leske.