TÜV-Zertifikat für Zentralsterilisation des Uniklinikums

Pressemitteilung vom 20.07.2007
Höchste Sicherheit für Patienten durch zertifizierte Qualität – Uniklinikum Leipzig ist erstes Kranken-haus der Region mit zertifizierter eigener Sterilgut-versorgung
Zeit 20. Juli 2007
Ort Leipzig

Die Zentrale Sterilgut-Versorgungsabteilung (ZSVA) des Universitätsklinikums Leipzig ist jüngst nach DIN EN ISO 9001:2000, DIN EN ISO 13485:2003 und der RKI-Empfehlung erfolgreich durch den TÜV- Rheinland zertifiziert worden. Mit der Urkunde wird bestätigt: Von den 28 Mitarbeitern der Abteilung wird so qualifiziert gearbeitet, dass höchste Sicherheit für die Patienten gewährleistet ist. Das Universitätsklinikum hat als erstes Krankenhaus im Regierungsbezirk Leipzig das Zertifikat für die krankenhauseigene Sterilgut-versorgung erhalten.


Kerstin Schröter hält als Leiterin der ZSVA dabei alle Fäden in der Hand. ''Sorgfalt in der täglichen Arbeit ist unabdingbar'', umreißt die gelernte Krankenschwester die Anforderungen an die insgesamt 26 Frauen und zwei Männer, die sich der Reinigung, Desinfektion, Zusammenstellung, Pflege und Sterilisation von Operationssets, Anästhesiezubehör und Stationsmaterialien widmen. Und das wochentags rund um die Uhr. An den Wochenenden arbeitet nur die Frühschicht, dann folgt aber eine Rufbereitschaft.


In der ZSVA im Kellergeschoss des Operativen Zentrums, in dem 21 speziell ausgebildete Sterilisationsassistenten tätig sind, durchlaufen die Instrumente und Materialien nacheinander den unreinen, reinen sowie den sterilen Bereich. Im unreinen Bereich werden die Instrumente zerlegt und in die jeweiligen Reinigungsmaschinen gegeben. Einige sensible Instrumente werden manuell aufbereitet. Die Endoskope werden in einem Endoskopreinigungsautomat gereinigt und desinfiziert.



Nach der Reinigung folgt eine Kontrolle der Instrumente auf Sauberkeit, Funktionstüchtigkeit und Vollständigkeit. Die Operationssiebe (standardisierte Instrumentenbehälter) werden nach Packlisten wieder zusammengepackt und erhalten einen Barcode, der über Packdatum, Verfallsdatum, Mitarbeiter und Sterilisationsprozess Auskunft gibt. ''Dieser lückenlose Nachweis, dass sämtliche Arbeitsschritte ordnungsgemäß ausgeführt wurden, ist äußerst wichtig, um höchste Qualität und somit Sicherheit für die Patienten zu gewährleisten'', betont Schwester Kerstin.


Zur Sterilisation, die bei verschiedenen Temperaturen (134°C, 121°C und 45°C) erfolgen kann – werden die Instrumente entweder in Container oder in Klarsichtfolie verpackt. Die Dampfsterilisation ist dabei dass meistgenutzte Verfahren, bei 134°C dauert der Prozess 66 Minuten. Sehr empfindliche und thermolabile Instrumente wie beispielsweise flexible Urethroskopen oder Optiken werden im Plasmasterilisator mit Wasserstoffperoxyd bei 45°C sterilisiert. Dieser Prozess dauert 95 Minuten. Um die Sicherheit der Sterilisation zu gewähr-leisten, wird täglich ein Dampfdurchdringungstest durchgeführt. Außerdem werden die Geräte im Turnus gewartet und validiert. Nach der Sterilisation werden die Sets und Instrumente kontrolliert und nach 30 Minuten der Abkühlung wieder an jeweiligen Abteilungen verschickt. Die gleichen Arbeitsabläufe werden von den sieben Mitarbeitern in der Kopfklinik absolviert.


''Wir sind froh, dass wir die Zertifizierung erreicht haben mit allen Beteiligten von OP, Hygiene, Technik, IT-Bereich und Materialwirtschaft, die uns tatkräftig unterstützt haben. Damit haben wir es geschafft, dass wir unsere Dienstleistung auch für externe Kunden wie beispielsweise Kliniken und Praxen anbieten können'', so die 43-jährige Krankenschwester, die sei 1983 am Uni-versitätsklinikum arbeitet. ''Schließlich können wir reichlich Erfahrung vorweisen, so durchlaufen im Monat et-wa 13.550 OP-Sets und 17.000 Einzelinstrumente unsere Prozedere. Dazu werden täglich 700 Paar Op-Schuhe und 250 Paar Handwaschbürsten gereinigt, desinfiziert und verpackt.''

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Heiko Leske.