Ohne Blut geht es nicht

Pressemitteilung vom 14.06.2007
Vorstand und Prorektor spenden anlässlich des Weltblutspendetages Blut und rufen Mitarbeiter und Bevölkerung auf, Blutspender zu werden

Anlässlich des 3. Weltblutspendetages am 14. Juni 2007 riefen Prof. Dr. Wolfgang E. Fleig, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig und Sprecher des Vorstands, und Prof. Dr. Martin Schlegel, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Klinikum und Universität sowie die Bevölkerung auf, Blutspender zu werden.

11.00 Uhr schritten sie auch gleich selbst zur Tat und spendeten in der Blutbank Leipzig Blut. Nach dem Ausfüllen des obligatorischen Gesundheitsfragebogens und dem Gesundheitscheck durch eine Ärztin der Blutbank ging die Spende reibungslos vonstatten. Um den 450 ml fassenden Blutbeutel zu füllen, benötigte Prof. Schlegel 4 Minuten 12 Sekunden, Prof. Fleig 5 Minuten 36 Sekunden. Nach der Spende schnitten sie gemeinsam eine der beiden Fototorten an, die das Leipziger Traditionsunternehmen Corsoela für die Spender des heutigen Tages kostenlos zur Verfügung gestellt hatte.

„Ich bin Mediziner und weiß, dass wir Blut und Blutprodukte dringend benötigen, um Menschen behandeln zu können“, antwortete Prof. Fleig auf die Frage eines Journalisten, warum er Blut spende. Prof. Schlegel ergänzte: „Natürlich weiß ich, dass man in der Medizin Blut braucht. Aber als ich hörte, dass nur 3 % der Deutschen Blut spenden, bin ich doch etwas erschrocken. Deshalb fände ich es gut, wenn z. B. auch die Universitätsmitarbeiter Blut spenden würden und einem solchen Anspruch muss man sich dann auch selbst stellen.“

Prof. Dr. Gert Matthes, Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin (Blutbank Leipzig) erklärt: „Blut kann nicht künstlich hergestellt werden. Ohne Blut oder Blutpräparate könnten aber 30 % aller Behandlungen im Krankenhaus nicht durchgeführt werden. Vor allem für onkologische Patienten bei Organ-, Stammzell- und Knochenmarktransplantationen, in der Intensivmedizin und bei der Versorgung von Schwerverletzten ist das Spenderblut unverzichtbar.“

Gerade an einem Universitätsklinikum werden Patienten mit schweren und schwersten Erkrankungen behandelt. Hier wird jeden Tag Blut gebraucht, um Leben zu retten. Deshalb hat das Klinikum auch eine eigene Blutbank, die mittlerweile mit 50.000 Vollblut-, 5.000 Plasma- und 5.000 Thrombozytenspenden im Jahr der größte universitäre Blutspendedienst Deutschlands ist. Das Blut wird vor allem am Klinikum selbst eingesetzt oder geht an Krankenhäuser in der Region. Deshalb kann der Leiter der Blutbank unmittelbar sehen, wenn in Ferien, rund um Feiertage oder auch bei warmen Wetter der Vorrat an Blutkonserven dahinschwindet. „Wir, unsere Patienten, brauchen jeden Blutspender“, so Matthes. „Versuchen Sie es; es ist nicht schwer, tut nicht weh und ist außerdem auch ein kleiner, kostenloser Gesundheits-Check.“


Hintergrund:

Der Weltblutspendetag (engl. World Blood Donor Day) wird seit 2004 jährlich am 14.Juni begangen. An diesem Tag wurde 1868 in Baden bei Wien der spätere Nobelpreisträger und Entdecker der Blutgruppen Karl Landsteiner (1868-1943) geboren.


Vor drei Jahren hatten zum Gedenken an Karl Landsteiner vier internationale Organisationen, die sich weltweit für sicheres Blut auf der Basis freiwilliger und unentgeltlicher Blutspenden einsetzen, erstmalig den Weltblutspendetag ausgerufen (Weltgesundheitsorganisation - WHO, Internationale Organisation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften - IFRK, Internationale Gesellschaft für Transfusionsmedizin - ISBT, Internationale Föderation der Blutspendeorganisationen - FIODS).

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Heiko Leske.