Universitätsklinikum Leipzig nimmt „septisch-rekonstruktive Station“ in Betrieb

Pressemitteilung vom 02.05.2007
Erstes Kompetenzzentrum seiner Art in Mitteldeutschland

Am 2. Mai ging im Operativen Zentrum des Universitätsklinikums Leipzig eine neue Station in Betrieb. Auf der so genannten „septisch – rekonstruktiven Station“ werden Patienten versorgt, die auf Grund von geschwächten Abwehrkräften oder externen Ursachen mit Wundinfektionen oder chronischen Wunden zu kämpfen haben, unter Druckgeschwüren leiden oder nach Unfällen oder auf Grund von Tumoren einen Knochenaufbau benötigen. Die Station verfügt über 24 Betten, ein Isolierzimmer und ist an einen eigenen OP-Saal angeschlossen, in dem die Patienten operiert werden können.


Das Konzept für den Aufbau der Station wurde von Prof. Dr. Christoph Josten, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Plastische Chirurgie sowie von Prof. Georg von Salis-Soglio, Direktor der Klinik und Poliklinik für Orthopädie entwickelt, die auch beide die ärztliche Leitung der Station wahrnehmen.


„In der septisch-rekonstruktiven Station bündeln wir das Know-how der chirurgischen Fächer, der Pathologie, der Labormedizin, der Mikrobiologie, der Anästhesiologie und der Nuklearmedizin, um Patienten mit postoperativen Wundinfektionen, chronischen Knochenentzündungen und anderen schwerwiegenden Problemen wie Sepsis oder einer MRSA-Infektion optimal auf der Basis von gemeinsamen Standards zu versorgen“, erklärt Prof. Josten das Anliegen der Mediziner. „Mit dieser Station haben wir ein überregionales Kompetenzzentrum geschaffen, das auf dem Niveau eines Maximalversorgungskrankenhauses mit einer festen, speziell ausgebildeten ärztlichen und pflegerischen Mannschaft agiert. Neben den berufsgenossenschaftlichen Kliniken gehören wir damit deutschlandweit zu den ersten Krankenhäusern, die diesen Schritt gegangen sind.“


Prof. von Salis ergänzt: „Die Inbetriebnahme dieser gemeinsamen Station ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg der Harmonisierung von Orthopädie und Unfallchirurgie, den wir vor wenigen Wochen mit der Gründung des Universitären Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie beschritten haben“.


Zu den Behandlungsschwerpunkten auf der Station gehören die Behandlung von chronischen Wunden, die auf Grund von Infektionen entstanden sind, die Behandlung (Entfernung und Reimplantation) von infizier-ten Endoprothesen, die Versorgung von infizierten Platten- und Nagelosteosynthesen, der Knochenaufbau nach dem Iliazarov-Verfahren, die septische Weichteilchirurgie (Dekubitus-Behandlung) sowie die plastische Chirurgie bei ausgedehnten Weichteildefekten.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Heiko Leske.