Ärztliche Behandlung

Zwischen Frühstück und Mittagessen werden die meisten Untersuchungen und Behandlungen durchgeführt. Auch die Arztvisiten finden vorzugsweise am Vormittag statt. Während der Visiten werden Sie bemerken, dass unsere Chefärzte nicht nur von Kollegen und Schwestern, sondern häufig auch von jungen Leuten begleitet werden. Dies sind angehende Ärztinnen und Ärzte, die später einmal in die Fußstapfen ihrer erfahrenen Berufskollegen treten sollen und die am Universitätsklinikum ausgebildet werden.
Welche Therapie für Sie in Frage kommt, bestimmt immer der behandelnde Arzt, der sich bei Bedarf mit einem Ärzteteam beraten kann. Dazu zählen sowohl die Kollegen seiner Klinik als auch Spezialisten anderer Fachabteilungen. Der Vorteil eines großen Klinikums besteht eben gerade darin, daß viele hochspezialisierte Fachärzte zusammenarbeiten und sich im Interesse der Patienten gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite stehen können.

Ihr behandelnder Arzt wird Sie über Ihre Krankheit und alles, was damit zusammenhängt, aufklären. Wenn Sie etwas genauer wissen wollen oder das „ärztliche Latein" nicht verstanden haben, fragen Sie bitte! Wenn der Arzt Fragen an Sie hat, die mit Ihrer Krankheit zu tun haben, beantworten Sie diese so genau wie möglich. Wir möchten Sie auch ermutigen, alles zur Sprache zu bringen, was Ihnen im Zusammenhang mit Ihrer Erkrankung erwähnenswert erscheint.

Auch außerhalb der Visite haben Sie die Möglichkeit, mit Ihrem Arzt über Ihr Krankheitsbild, über Fortschritte in der Genesung und über medizinische Fragen zu Ihrem Krankenhausaufenthalt zu sprechen. Dafür haben wir Arztsprechstunden eingerichtet. Fragen Sie bei Bedarf dazu bei Ihrem Pflegepersonal in der jeweiligen Klinik, Fachabteilung oder Station nach. Sie können natürlich Ihren Arzt auch bei der täglichen Visite darauf hin ansprechen. Gleiches gilt, wenn Ihre näheren Verwandten medizinische Auskünfte erhalten möchten.

Unsere Ärzte sind verpflichtet, Ihnen über die Diagnose Ihrer Krankheit und über die Therapie ausführlich und detailliert Auskunft zu geben. Unsere Pfleger und Schwestern sind dazu nicht berechtigt. Nutzen Sie daher die Möglichkeit zu einem Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt. Ihr Arzt wird Sie über jeden operativen Eingriff bzw. die Nutzung von technischen Diagnosesystemen sowie Therapiemethoden ausführlich informieren. Dies schließt ein, dass er Sie über Art und Umfang des nötigen Eingriffs sowie über Risiken aufklären wird. Es ist gesetzlich fixiert, dass Sie bzw. in Ausnahmefällen Ihre Angehörigen dieser Behandlung zustimmen müssen. Die Zustimmung muss schriftlich erfolgen. Sie haben dabei Zeit, sich in den Informationsblättern, die Ihnen Ihr Arzt übergeben wird, umfassend kundig zu machen. Ihr Arzt wird Ihnen darüber hinaus alle offenen Fragen beantworten. Bitte fragen Sie nach, wenn Sie weitere Auskünfte erhalten möchten. In lebensbedrohlichen Notfällen, in denen unsere Ärzte rasch handeln müssen, kann auf diese Einwilligung verzichtet werden.

Sollten Sie eine Operation vor sich haben, erkundigen Sie sich ohne Scheu genau nach Heilungsverlauf und Risiken. Wenn Sie Zweifel haben, ob eine Operation wirklich notwendig ist, sprechen Sie Ihren Arzt bitte darauf an. Er wird Sie beraten und Ihnen auch sagen, was ohne Operation auf Sie zukäme. Wägen Sie Chancen und Risiken ab und treffen Sie dann Ihre Entscheidung!

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Nähere Informationen finden Sie in der Rubrik Krankenhaus von A-Z